{"id":1232,"date":"2016-07-07T22:21:06","date_gmt":"2016-07-07T20:21:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.spirit-hunters-germany.de\/?page_id=1232"},"modified":"2018-06-27T13:15:30","modified_gmt":"2018-06-27T11:15:30","slug":"evp","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.spirit-hunters-germany.de\/?page_id=1232","title":{"rendered":"Rund um das Thema EVP"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Was bedeutet EVP? EVP kommt aus dem englischen und bedeutet \u201eElectronic Voice Phenomenon (Mehrzahl Phenomena)\u201c auf Deutsch \u201eElektronisches Stimmenph\u00e4nomen\/e\u201c, also Stimmen von Verstorbenen, die\u00a0mit Hilfe von Tonbandger\u00e4ten oder Diktierger\u00e4ten aufgenommen werden und anders als Real Time \/ Echtzeit EVP\u2019s, f\u00fcr das menschliche Ohr nicht direkt h\u00f6rbar sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir nutzen Diktierger\u00e4te, die wir vorher neutral oder auch breitbandig schalten, d.h. alle Filter und Rauschunterdr\u00fcckungen ausschalten, damit wir m\u00f6glichst viele\u00a0Frequenzen aufnehmen k\u00f6nnen.\u00a0Am besten \u00a0f\u00fchrt man eine EVP Session in absoluter Ruhe durch, aber man hat meistens auch w\u00e4hrend der Untersuchung ein Diktierger\u00e4t mitlaufen und hier k\u00f6nnen durch die Teilnehmer verschiedene Ger\u00e4usche wie Schritte, Atemger\u00e4usche, Bauchger\u00e4usche, Rascheln von Kleidung etc. entstehen. Bei der jeweiligen \u00d6rtlichkeit muss man auch das Umfeld beachten. Gro\u00dfe, hohe R\u00e4ume neigen dazu, sehr hallig zu sein und durch den Hall kann Sprache anders wiedergegeben werden. Ganz ohne Physik geht es eben nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine andere Methode ist der Einsatz von ITC (Instrumentelle Transkommunikation) Ger\u00e4ten, wie Spirit Box, Raudive Diode etc., die mit Hilfe von Radiofrequenzen ein wei\u00dfes Rauschen erzeugen, mit dessen Hilfe sich die \u201eWesenheiten\u201c ebenfalls mitteilen k\u00f6nnen. Ganz unumstritten ist diese Methode allerdings nicht, da oftmals Radiosequenzen eingespielt und falsch interpretiert werden k\u00f6nnen. Wir werten hier auch nur\u00a0die Antworten aus, die plausibel zur Fragestellung sind. Es gibt im Prinzip eine Vielzahl an Einspielmethoden, wie o.g. das Radio, wobei einige hier auf die \u201eJ\u00fcrgensonwelle\u201c schw\u00f6ren (Mittelwelle ca.\u00a01458 kHz). Man muss einfach schauen, welches Medium das beste ist. Wir w\u00fcrden hier aber zu weit in die Transkommunikation abdriften, weshalb wir uns auf das Wesentliche beschr\u00e4nken wollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was hei\u00dft das nun f\u00fcr die Auswertung? Nun, Hintergrundger\u00e4usche liegen sehr oft im tieffrequenten Bereich und haben die Eigenschaft, Sprache bzw. hohe Frequenzen zu verdecken, man spricht hier auf von \u201eAufw\u00e4rtsmaskierung\u201c. Gerade bei vielen Umgebungsger\u00e4uschen empfiehlt es sich daher, mit einem geeigneten Programm einen High Pass Filter \u00fcber die Audiodatei zu legen, um die tieffrequenten Anteile zu d\u00e4mpfen\u00a0und hohe Frequenzen passieren zu lassen,\u00a0um den Hochtonbereich mehr anzuheben.\u00a0(Oder\u00a0Frequenzverschiebung siehe oben).\u00a0Aber nun genug aus dem Bereich der Physik und der Akustik. Mit der Zeit entwickelt man auch\u00a0ein Geh\u00f6r daf\u00fcr, in welchem Frequenzbereich sich ein EVP befindet. Anke ist H\u00f6rger\u00e4teakustikmeisterin und seit 19 Jahren in der Akustik t\u00e4tig, weshalb sie sich die EVP Analyse und Auswertung zur Hauptaufgabe gemacht hat.<\/p>\n<hr \/>\n<h2 style=\"text-align: left;\">EVP Klassen<\/h2>\n<p style=\"text-align: left;\">EVP lassen sich anhand ihrer Qualit\u00e4t in verschiedene Klassen einteilen:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: left;\"><strong>Real Time EVP:<br \/>\n<\/strong>Echt-Zeit EVP sind sehr selten, aber nicht unm\u00f6glich. Hierbei handelt es sich um Stimmen von Verstorbenen, die wir direkt mit dem Ohr wahrnehmen k\u00f6nnen und die auch sp\u00e4ter auf dem Diktierger\u00e4t aufgezeichnet wurden. Dies ist nat\u00fcrlich, wie auch Klasse A EVP, der Wunsch eines jeden Paranormalermittlers.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><strong>Klasse A:<br \/>\n<\/strong>Diese EVP sind laut und deutlich zu h\u00f6ren bzw. zu verstehen und k\u00f6nnen ohne jede Nachbearbeitung wiedergegeben werden.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><strong>Klasse B:<\/strong><br \/>\nDie meisten EVP fallen in diese Klasse. Sie sind nicht so deutlich und verst\u00e4ndlich, wie ein Klasse A EVP. Sie ben\u00f6tigen meist eine gewisse Nachbearbeitung und Verst\u00e4rkung, um sie deutlicher zu machen.<\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><strong>Klasse C:<\/strong><br \/>\nDie niedrigste EVP Klasse. Auch mit Hilfe von Nachbearbeitung und Verst\u00e4rkung sind diese EVP nicht immer deutlich zu machen und geben\u00a0dadurch oft Grund zu Spekulationen.<\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Die Geschichte der Tonbandstimmen<\/h2>\n<p>Schon seit Menschengedenken existiert die Annahme, dass wir von den Seelen unserer Verstorbenen umgeben sind und Botschaften \u00fcbermittelt bekommen. Ob in der Zeit der Wikinger oder in unserer heutigen Gesellschaft, es gibt unz\u00e4hlige Berichte \u00fcber Jenseitskontakte aus aller Welt. Und immer wieder wurden Geisterj\u00e4ger, Wissenschaftler und PSI-Forscher im Laufe der Jahre in Anspruch genommen, um Beweise f\u00fcr die Existenz von Geistern zu suchen. Vor allem schien das Interesse an geistigen Besuchern im 19. Jahrhundert sehr gro\u00df gewesen zu sein, denn die Bl\u00fctezeit der spiritistischen Bewegungen und S\u00e9ancen war in der Zeit um 1850 &#8211; 1890. So ist es nicht verwunderlich, dass im Jahre 1882 die <strong>Society for Psychical Research<\/strong>\u00a0in<strong>\u00a0<\/strong>London gegr\u00fcndet wurde, die sich mit der Untersuchung paranormaler Ph\u00e4nomene besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Erste Gehversuche durch Thomas A. Edison<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Viele Forscher und Wissenschaftler haben jedoch aus\u00a0Furcht vor Hohn und Spott\u00a0im Verborgenen gearbeitet, als aber ein Thomas A. Edison (1847-1931) ebenfalls seine Aufmerksamkeit auf die Phantomforschung richtete, wurde die Welt hellh\u00f6riger. Es schien, als ob Edison an einem Ger\u00e4t arbeitete, welches den Kontakt der geistigen Welt mit den Lebenden erleichtern sollte. Er bestritt, selbst an die Existenz der geistigen Welt zu glauben, er wollte lediglich ein Ger\u00e4t entwickeln, welches Geistwesen\u00a0eine bessere Kommunikation erlaubt, sofern Geistwesen existieren. Edison sprach hierbei die plumpen Methoden sogenannter Medien an, die bisher nur durch schwebende Tische, Klopfen, Ouijaboards und fragw\u00fcrdigen S\u00e9ancen mit der geistigen Welt in Kontakt traten, gegen ein stattliches Entgelt nat\u00fcrlich. Er wollte neue Kommunikationswege er\u00f6ffnen, statt der bisherigen. Die Rede war von einem bestimmten Verst\u00e4rker f\u00fcr Schallereignisse, welcher aber bis zum Zeitpunkt von Edisons Tod im Jahre 1931 noch nicht fertig gestellt war.<br \/>\nSeine Theorie wurde aber sp\u00e4ter weiterentwickelt und geriet nicht in Vergessenheit. Der aus Russland stammende S\u00e4nger und Filmproduzent Friedrich J\u00fcrgenson (1903-1987) griff diese wieder auf und f\u00fcr manchen Paranormalforscher galt die Theorie aufgrund von J\u00fcrgensons Forschung als klarer Beweis. J\u00fcrgenson entdeckte bei der Aufnahme von Vogelstimmen, besser gesagt beim Abspielen der B\u00e4nder, dass sich zwischen dem Gezwitscher etwas erkennen lies, was wie eine menschliche Stimme klang, die entweder norwegisch oder schwedisch zu sprechen schien.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>&#8222;Sprechfunk mit Verstorbenen&#8220;<\/strong><\/span><\/p>\n<p>J\u00fcrgensons erster Gedanke war nat\u00fcrlich, dass er m\u00f6glicherweise Radiowellen empfangen habe, aber auf sp\u00e4teren Aufnahmen waren Dinge zu h\u00f6ren, die er als Botschaften von Freunden und Verwandten deutete. J\u00fcrgenson wiederholte in den folgenden Jahren seine Experimente, die er sowohl zu Hause, als auch im Freien durchf\u00fchrte und immer wieder konnte er \u00fcber geisterhafte Stimmen auf den Aufnahmen berichten. Im Jahre 1964 erschien sein Buch <em>&#8222;Sprechfunk mit Verstorbenen&#8220;<\/em>, in welchem er \u00fcber seine Forschungsergebnisse berichtete.<\/p>\n<p>Ein bekannter Wissenschaftler aus Lettland war von der Geschichte J\u00fcrgensons so fasziniert, dass er J\u00fcrgenson bat, ihm und seinen Kollegen ein paar dieser Tonb\u00e4nder vorzuspielen. Bei diesem Wissenschaftler handelt es sich um den Parapsychologen und ehemaligen\u00a0Professor der Psychologie Konstantin Raudive (1909-1974), in dessen Gegenwart es J\u00fcrgenson sogar gelang, Stimmen auf Band aufzunehmen. F\u00fcr Raudive stand somit fest, dass er einen Weg gefunden hatte, das Leben nach dem physischen Tod mit empirischen Methoden beweisen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Beide Forscher arbeiteten bis 1969 noch gemeinsam an der Erforschung der sogenannten Tonbandstimmen, dann trennten sich aufgrund von Meinungsverschiedenheiten ihre Wege. Raudive f\u00fchrte die Forschung fort und benutzte hierf\u00fcr ein einfaches Tonbandger\u00e4t. Er schloss das Tonband an einen Radioempf\u00e4nger an und glaubte, dass er im Rauschen zwischen den Sendern Stimmen entdecken konnte. Er behauptete auch, dass er viele Stimmen erkennen konnten und dass diese ihm auch ihre Identit\u00e4t mitteilten. So glaubte er unter anderem mit Adolf Hitler, C.G. Jung oder Johann Wolfgang von Goethe Kontakt aufgenommen zu haben.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Interesse der Skeptiker geweckt<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Im Jahre 1968 erschien ein Bericht \u00fcber die Arbeit von Konstantin Raudive, dem sogar eine kleine Schallplatte beigelegt wurde, auf der angebliche Geisterstimmen zu h\u00f6ren waren. Dieser Bericht weckte nicht nur das Interesse der NASA, die ihn wenig sp\u00e4ter besuchte und offenbar sehr sachkundige Fragen stellte, auch Skeptiker wurden durch das Buch mitunter sehr aktiv. Die Aussagen der Skeptiker reichten von fehlinterpretierten Funkst\u00f6rungen, Nebenger\u00e4usche der Tonbandger\u00e4te und falsch gedeuteten Fetzen von Radiosendungen, die irrt\u00fcmlich f\u00fcr Geisterstimmen gehalten werden. Diese Aussagen halten sich bis heute eisern und dennoch wurde seitens der Skeptiker bislang kein eindeutiger Beweis erbracht, dass es sich um Fehlinterpretationen handelte.<\/p>\n<p>Zehn Tage nach Raudives Tod im Jahre 1974, fand eine Parapsychologen-Tagung statt, auf der man mittels eines Tonbandger\u00e4tes versuchte, die Stimme Raudives aufzuzeichnen und evtl. so den Beweis f\u00fcr ein Leben nach dem Tod zu erbringen. Einige glaubten zwar, seine Stimme wahrgenommen zu haben, aber es wurden\u00a0keine zusammenh\u00e4ngenden Mitteilungen aufgenommen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ffff99;\"><strong>Instrumentelle Transkommunikation<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Prof. Dr. Ernst Senkowski (1922-2015), ein weiterer, bekannter Forscher auf dem Gebiet der Tonbandstimmen, gilt heute noch als Gr\u00fcnder der instrumentellen Transkommunikation. Unter instrumenteller Transkommunikation versteht man das Aufzeichnen von Botschaften aus dem Jenseits mittels elektronischer Ger\u00e4te. Es wurde sowohl in der Vergangenheit, als auch in der Neuzeit \u00fcber Ph\u00e4nomene berichtet, die sowohl \u00fcber Telefonger\u00e4te, TV Ger\u00e4te, Radios etc. wahrgenommen wurden. Im Internet gibt es zahlreiche Berichte \u00fcber Fotos von Verstorbenen, die auf dem Bildschirm eines TV-Ger\u00e4tes zu sehen waren. Viele Paranormalforscher setzen heute die Methoden von J\u00fcrgenson, Raudive, Senkowski und\u00a0von vielen weiteren Forschern auf dem Gebiet der Tonbandstimmen ein.<\/p>\n<h6>Bildquelle: Tonbandger\u00e4t |Pixabay |<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/users\/markusspiske-670330\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">markusspiske<\/a><br \/>\nText von Anke Carver (16.12.2016)<\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\">Was bedeutet EVP? 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